Matinée und AusstellungseröffnungBilder einer Ausstellung Veit Mette: Bilder eines Fotografen 23 09 18 / So 11.00 gratis

1. Filmvorführung
50 Jahre Kunsthalle Bielefeld
Geschichte in bewegten Bildern

2. Konzert
Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung
Klavier: Jungeun Oh

3. Eröffnung
Veit Mette
Bilder eines Fotografen

Der Klavierzyklus «Bilder einer Ausstellung – Erinnerungen an Viktor Hartmann» ist eine Komposition von Modest Mussorgski aus dem Jahr 1874, die allgemein als ein Musterbeispiel für Programmmusik gesehen wird. Die einzelnen Sätze beschreiben Gemälde und Zeichnungen seines im Jahr zuvor gestorbenen Freundes Viktor Hartmann, die Mussorgski auf einer Gedächtnisausstellung gesehen hatte. Das Werk entstand auf Anregung eines gemeinsamen Freundes, des Kunstkritikers Wladimir Stassow. Er war auch an der Namensgebung der Stücke beteiligt und ihm wurde der Zyklus gewidmet. Der Reichtum der Klangfarben regte schon früh andere Komponisten an, das Werk auch für Orchester und andere Instrumentalbesetzungen zu bearbeiten. Die bekannteste Bearbeitung ist die von Maurice Ravel.
Die Pianistin Jungeun Oh wurde 1992 in Südkorea geboren. Schon im frühen Kindesalter wurde ihr musikalisches Talent entdeckt. Schon bald wurde Jungeun Oh an der «Seoul Art Highschool» aufgenommen – ein Sprungbrett für ihre weiteren Studien an der Musikhochschule Hannover. Seit 2011 studiert sie dort bei Prof. Bernd Goetzke und Prof. Christopher Oakden und absolvierte vor wenigen Monaten eindrucksvoll ihre Masters-Prüfung. Jungeun Oh trat in dieser Zeit bei mehreren internationalen Wettbewerben erfolgreich in Erscheinung und konzertiert regelmäßig.

Das erste Foto von der Kunsthalle Bielefeld hat Veit Mette im Jahr 1982 gemacht. 18 junge Besetzer sitzen vor der Kunsthalle, die Schriftbänder an der Wand weisen diese als «besetzt» und ihre Tätigkeit als Besetzung» aus. Der 19. in der Reihe sitzt erhöht auf einem Sockel, tief in Gedanken versunken. Seine Haltung, vornübergebeugt und mit aufgestütztem Kinn, ähnelt der einiger Besetzer. Es ist der «Denker» von Auguste Rodin, der dort bereits seit der Eröffnung der Kunsthalle im Jahr 1968 seinen Platz hat. Der Fotograf hat die feine Ironie dieser Situation ganz trocken festgehalten. Und genau diese Verschmitztheit, mit der Veit Mette den oft unbewusst witzigen Bezug der Besucher zur Kunst und zur Architektur der Kunsthalle in seinen Fotografien einfängt, zeichnet ihn aus. Seine intensive Beziehung zur Kunsthalle beginnt 1991, als er anfängt, regelmäßig auf Ausstellungseröffnungen zu fotografieren. Dennoch ist bereits dieses erste Bild typisch und verweist auf das Schmunzeln des Fotografen hinter der Kamera. Zum Jubiläum der Kunsthalle gehören natürlich auch die Besucher. Auf einer von Veit Mette gestalteten Fotowand werden auch sie Teil der Jubiläumsausstellung der Kunsthalle Bielefeld.

Die Matinée wird gefördert von der Loewe-Stiftung.
Veit Mettes Ausstellung wird unterstützt von Erfurt & Sohn sowie Nattkemper und Brummel.