“Decoy-walking”Goro Murayama10 11 20 / So13.003 Euro

Der japanische Künstler Goro Murayama spricht über seine Arbeit „Decoy-walking“, die in diesem Jahr auf der Aichi-Triennale in Nagoya in Japan präsentiert wurde.
Nach der Identitätserkennung durch biometrische Messungen des Auges und des Gesichts steht nun der individuelle Gang im Zentrum biometrischer Erkennungsverfahren. Die Forschung, vor allem in Asien, entwickelt Methoden, mithilfe künstlicher Intelligenz die Identität jedes einzelnen Menschen biometrisch an seinem Gang zu erfassen. Mit diesem Thema beschäftigt sich Goro Murayama in seiner Installation „Decoy-walking“. Die multimediale Installation aus Überwachungskameras, Laufbändern, Monitoren und einem Video ist in Zusammenarbeit mit dem Yagi-Laboratory, The Institute of Secientific and Industrial Research der Osaka University und dem Sano Laboratory des Nagoya Institute of Technology entstanden. Der Titel verweist auf die neue Rolle des Passanten, er ist ein Gejagter. „Decoy“ stammt aus dem Englischen und gehört zur Terminologie der Jagd. Es bedeutet „Lockvogel“ oder „Köder“. Danach wird jeder, der sich zukünftig im öffentlichen Raum bewegt und von den Kameras erfasst werden kann, zu einem Köder übergeordneter Interessen.

Das Künstlergespräch wird unterstützt durch die Deutsch-Japanische Gesellschaft Bielefeld e.V.