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Zwischen Erfolg und Verfolgung
Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach
23 09 22 bis 10 10 22
Skulpturenpark

Das Forum Jüdische Sportstars Bielefeld zeigt vom 23. September bis zum 21. Oktober 2022 zunächst im Skulpturenpark der Kunsthalle und ab 11. Oktober auf dem Rathausplatz Bielefeld die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“.

In einer großformatigen skulpturalen Präsentation würdigt die Ausstellung in Trägerschaft des Zentrums deutsche Sportgeschichte e.V. das große Verdienst jüdischer Sportlerinnen und Sportler für die Entwicklung des modernen Sports in Deutschland und dokumentiert anhand ausgewählter Porträts deren Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 17 herausragende deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten, die als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit zählten. Mit überlebensgroßen Silhouetten wird an ihr Leben und ihre Erfolge erinnert.

Nur weil sie Juden waren, wurden diese Frauen und Männer während der NS-Zeit aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, ihre Titel wurden ihnen aberkannt, die Erinnerung an sie wurde getilgt und sie wurden weit über 1945 hinaus dem Vergessen anheimgegeben. Darüber drohte ihnen Entrechtung, Drangsalierung und der Verlust von Freiheit und Leben. Dem deutschen Fußballpionier Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes und des Fußballmagazins Kicker, blieb wie vielen anderen, nur die Flucht. Nicht wenige Sportler*innen, wie der Fußballnationalspieler Julius Hirsch oder die zehnfache Deutsche Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch, wurden deportiert und ermordet. Ralph Klein entkam nur knapp der Deportation nach Auschwitz. Nach dem Krieg wurde er israelischer, später deutscher Basketball-Nationaltrainer.

Vorgestellt werden ebenfalls die Biografien von unterschiedlichen Sportler*innen wie der Fechtolympiasiegerin Helene Mayer, des Schachweltmeisters Emanuel Lasker, des Meisterboxers Erich Seelig, der Deutschen Tennismeisterin Nelly Neppach, der Deutschen Speerwurfmeisterin Martha Jacob, der Leichtathletin Gretel Bergmann, der Turnolympiasieger Alfred und Gustav Felix Flatow, der  Europameister im Gewichtheben beziehungsweise im Ringen Julius und Hermann Baruch, des Eishockeyspielers Rudi Ball und des deutschen Fußballnationalspielers Gottfried Fuchs.

Die Ausstellung bietet mit der Schwimmerin Sarah Poewe aber auch einen Ausblick und stellt eine wichtige Verbindung zur Gegenwart her. Als erste jüdische Athletin nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewann sie 2004 in Athen eine olympische Medaille für das deutsche Team.

Die Eröffnungsfeier der Ausstellung findet am 25. September 2022, 15:30 Uhr in der Kunsthalle Bielefeld statt. Zur Eröffnung sprechen unter anderem Andreas Rüther (1.Bürgermeister Bielefeld), der Veranstalter Dr. David Gilgen (Forum Jüdische Sportstars) und der Kurator Dr. Henry Wahlig vom Deutschen Fußballmuseum in Dortmund führt in das Thema der Ausstellung ein. Der Eintritt ist frei!

Initiiert, konzipiert und finanziert wurde und wird die Ausstellung durch die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, die Sparkasse Bielefeld, die DFB-Kulturstiftung, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Die aus Anlass der European Maccabi Games 2015 in Berlin erstmals gezeigte Ausstellung wurde zudem durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und die Deutsche Bahn Stiftung gefördert.

Idee und Konzept: Norbert Niclauss (BKM) und Olliver Tietz (DFB-Kulturstiftung). Autoren: Dr. Berno Bahro, Prof. Dr. Hans Joachim Teichler (beide Potsdam), Prof. Dr. Lorenz Peiffer (Hannover) sowie Dr. Henry Wahlig (Dortmund).

Die Ausstellung ist zweisprachig (deutsch/englisch) und über QR-Codes mit einer Online-Ausstellung verknüpft, auf der ergänzende Texte und Fotos ausführlich die jüdische Geschichte des deutschen Sports dokumentieren: www.juedische-sportstars.de

Ort

Skulpturenpark der Kunsthalle (23.9.-9.10.2022) und Rathausplatz Bielefeld (11.10.-21.10.2022)


Führung durch die Ausstellung
Mi, 28 09 22
19.00
Eintritt + 2 Euro

Öffentliche Führung mit Samantha Pauwels.

Anmeldung an der Museumskasse oder über:
anmeldung@kunsthalle-bielefeld.de
Tel. 0521-329995018

Arezu Weitholz
Beinahe Alaska
Mi, 28 09 22
20.00
10 / 5 / 3 Euro

Die humorvolle und erfolgreiche Arezu Weitholz liest “Beinahe Alaska”. Mit intelligentem Witz folgt die Erzählerin, eine allein reisende Fotografin auf einer Expeditionskreuzfahrt, der Route von der Südspitze Grönlands bis – beinahe – Alaska. Sie blickt dabei scharfsinnig und warmherzig auf sich, die anderen Expeditionsteilnehmer*innen und die kühlen Welten der Arktis. Arezu Weitholz ist Autorin, Illustratorin, Journalistin und Texterin für u. a. Herbert Grönemeyer, die Toten Hosen und Udo Lindenberg. Ihr Buch wurde in diesem Jahr mit dem Hans Fallada Preis ausgezeichnet.

Moderiert wird die Lesung von Dagmar Nowitzki (Literarische Gesellschaft OWL) und Linda Walther (Kuratorin der Ausstellung “DEM WASSER FOLGEN”)
Der Eintritt beträgt: € 5 für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft, € 10 für Nichtmitglieder, € 3 für Studierende bis 30 Jahren. Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich.