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Ihre Kunsthalle Bielefeld

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Anohni
My Truth
James Elaine
Peter Hujar
Kazuo Ohno
23 07 16
16 10 16

Vom 23. Juli bis zum 16. Oktober 2016 zeigt die Kunsthalle Bielefeld die Ausstellung «Anohni. My Truth». Anohni, geboren 1971, war vormals bekannt als Musikerin Antony Hegarty. Sie ist Sängerin der bekannten New Yorker Avantgarde-Gruppe «Antony and the Johnsons». Ein Teil der Ausstellung ist von Anohni selbst kuratiert, die Künstlerin führt hier Positionen zusammen, die für sie wichtig waren und immer noch sind. Das sind zunächst die Fotografien von Peter Hujar (1934 – 1987), der als der Fotograf der «Aids-Generation» im New York der späten 1970er- und 1980er-Jahre gilt und mit seinen Porträts von Künstlern, Tänzern und Intellektuellen dieser Zeit deren Persönlichkeiten vorstellt. Die Motive anderer Fotoserien Hujars können als Metaphern dieser komplexen Epoche gelesen werden. Die Zeichnungen und Skulpturen des amerikanischen Künstlers James Elaine, geboren 1950, werden erstmals in Europa gezeigt. James Elaine ist ein Künstler aus Kalifornien, der auf seine Weise Bilder von großer Melancholie geschaffen hat. Schließlich verweist Anohni auf den japanischen Butoh-Tänzer Kazuo Ono (auch Ohno geschrieben, er lebte von 1906 bis 2010), dessen Auftritte japanische Tanztradition mit europäischem Ausdruckstanz verbinden und maßgeblich Auftritte von Anohni geprägt haben. In der zweiten Etage der Kunsthalle Bielefeld werden die Werke von Anohni selbst gezeigt. Seit ca. 10 Jahren hat Anohni im Verborgenen ein bildnerisches Werk geschaffen, das von einem intensiven Sinn für haptische Qualitäten von Materialität zeugt. Es sind Collagen mit Fundstücken aus dem Alltag und Erinnerungsstücken ihrer Kindheit entstanden und Malerei in Enkaustik (also unter Verwendung von Wachs) geschaffen worden, die von der Materialität der Farbe erzählt. Bei aller Poetik des Materiellen setzt Anohni in der bildenden Kunst fort, was thematisch ihr künstlerisches Anliegen allgemein ist, ein Bewusstsein für die Zerstörung unserer Umwelt zu schaffen, namentlich durch den Klimawandel, und auf die Verantwortung jedes Einzelnen für diese Welt hinzuweisen.
Die Ausstellung wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.