Liebe Besucher*innen,

wie alle Museen in Nordrhein-Westfalen haben auch wir leider bis mindestens zum 19.04.2020 geschlossen. Damit wir in Kontakt mit Ihnen bleiben, veröffentlichen wir nach und nach Videos über unsere neue Ausstellung, die Sie nun erst einmal nicht vor Ort anschauen können. Auch Kreativtipps für die Zeit daheim mit Ihren Kindern sind dabei, und Buchempfehlungen zu Künstler*innen werden Sie ebenso finden. Wenn Sie dieses Fenster schließen, sehen Sie anstelle der gewohnten Startseite alles, was wir in dieser Zeit in den sozialen Medien anbieten. Das wird von Tag zu Tag mehr werden. Wir wüssten gern, wie Ihnen das gefällt. Und wenn Sie Anregungen oder Wünsche haben, freuen wir uns auch über Ihre Nachricht oder Ihren Kommentar.

Alles Gute!
Ihre Kunsthalle Bielefeld

schließen

Eine Malerin aus Bielefeld:
Else Lohmann (1897-1984)
17 11 16
19 03 17

In den letzten dreißig Jahren, seit den Ausstellungen und dem Erscheinen der einzigen Monografie zu Else Lohmann in den 1980er- und beginnenden 1990er-Jahren, ist das Werk der Bielefelder Malerin weitgehend in Vergessenheit geraten. Jetzt holt die Kunsthalle Bielefeld ihr Schaffen mit einer Einzelausstellung wieder ans Licht. Neben Peter August Böckstiegel, Hermann Stenner oder Victor Tuxhorn gehört Else Lohmann zu den bedeutenden Malern Bielefelds. Wie ihre etwas älteren Zeitgenossen besuchte sie die Handwerker- und Kunstgewerbeschule unter Ludwig Godewols, fand ihre Anregungen aber vor allem außerhalb der eigenen Stadt, in Dresden und Berlin, bevor sie später in den Niederlanden heiratete und die Malerei für Jahrzehnte aufgab. Die Ausstellung zeigt Werke aus den schaffensstarken Jahren von 1917 bis 1921 in Berlin, als sie Schülerin des lettischen Malers Johann Walter-Kurau war. Freilichtmalerei war das Credo ihres Lehrers, kein strenger Akademismus, sondern die freie, harmonische Farbgebung in Kompositionen nach der Natur. Etwa 40 Gemälde zeigen das Wirken dieser aus Bielefeld stammenden Malerin, die das Schicksal vieler Künstlerinnen teilt, in der männlich dominierten Gesellschaft in den Hintergrund gerückt und weitestgehend vergessen worden zu sein.