Maggy Kaiser
07 04 16
03 07 16

Maggy Kaiser wurde 1922 in Mulhouse, Frankreich, geboren. Sie studierte in Paris Malerei und erhielt in dem dortigen Künstlermilieu Anregungen, die ihr malerisches Schaffen  lebenslang prägen sollten. Bis Anfang der 1960er-Jahre bewahrten ihre Bilder meist gegenständliche Bezüge, wobei das vorrangige Interesse immer auf dem Gleichgewicht der Gesamtkomposition in Form und Farbe lag. In Entwürfen für große Wandbilder griff sie dann verstärkt Einflüsse der internationalen Künstlerbewegung «Abstraction – Création» auf und gelangte zu einer rein abstrakten Formensprache. Farbige Gouachen wurden zu einem wichtigen Experimentierfeld für ungegenständliche Bildformulierungen. Bezüge zu Arbeiten von Magnelli, Klee und Kandinsky sind gelegentlich spürbar, doch entwickelte sie ein völlig eigenständiges Werk in verschiedenen Entwicklungssträngen. Anfangs eher in gedeckten, kontrastierenden Farben und Formen malend, gewann das Licht später an Bedeutung. Ebenso weitet sich der Raum. Ein geometrisches Repertoire aus sich überschneidenden Linien und Kreisen führt im Spätwerk zu freien Formen und kräftig leuchtenden Farben. Immer bleibt es ein Grundanliegen der Malerin, ein spannungsreiches Gefüge zwischen Dynamik und Balance in den Farb-Form-Kompositionen zu erzeugen. Die Ausstellung präsentiert einen Überblick über das gesamte Kunstschaffen Maggy Kaisers in Druckgrafiken, Zeichnungen, Gouachen, Öl- und Acrylbildern.