Architektur

Das Kunsthallengebäude gilt als ein Wahrzeichen Bielefelds. Es liegt im Zentrum OstWestfalens, zwischen der Bielefelder Altstadt und den Ausläufern des Teutoburger Walds. Vor dem Gebäude erkennt man in der Ferne die Neustädter Marienkirche und die Sparrenburg. Das von Philip Johnson 1968 im ‘internationalen Stil’ erbaute Museum und Ausstellungshaus ist seit 2002 saniert und dank einer Initiative des Förderkreises Kunsthalle Bielefeld e.V. nachts beleuchtet.

Die Kunsthalle Bielefeld ist Teil der Architekturroute Kunstmuseen.

Architekt


Philip Johnson (links) mit dem Modell der Kunsthalle

Philip Johnson, geboren 1906 in Cleveland, USA, hat das würfelförmige, moderne Gebäude aus rotem Mainsandstein von 1966 bis 1968 errichtet. Es ist der einzige europäische Museumsbau des amerikanischen Harvard-Absolventen und ehemaligen Mitarbeiters Mies van der Rohes, der die Architekturabteilung am New Yorker Museum of Modern Art aufgebaut hat.

Die kubische, auf einem quadratischen Grundriss basierende Kunsthallenarchitektur umfasst drei oberirdische und zwei unterirdische Etagen. Im I. Stock ist gelegentlich die Sammlung zu sehen – eine Auswahl von Werkgruppen von Pablo Picasso bis zu Hiroshi Sugimoto. Diese Etage wie auch das II. Obergeschoss werden für die vier Mal jährlich wechselnden Ausstellungen genutzt. Im Eingangsbereich findet der Besucher einen Empfang mit Information, einen Bookshop, eine Malstube und ein Café.

In den untereren Geschossen befinden sich ein weiterer Malraum , ein Film- und Vortragssaal, eine öffentlich zugängliche Bibliothek und die Verwaltung. Das Haus mit seinen knapp 1.200 qm Ausstellungsfläche besitzt als Architekturdenkmal, Museum und Kunsthalle einen internationalen Ruf. Solide, ästhetisch ansprechende Details wie die Treppengeländer aus gebürstetem Stahl haben den Eindruck musealer Kontinuität seit 1968 befördert.