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Hermann Stenner-Archiv

Seit März 2022 richtet die Kunsthalle Bielefeld das Hermann Stenner-Archiv ein, das sich als Forschungseinrichtung und Dokumentensammlung dem in Bielefeld geborenen Künstler Hermann Stenner (1891-1914) widmet.
Das Archiv umfasst Tage- und Skizzenbücher des Künstlers, den Großteil der Briefe Stenners von 1909 bis 1914, Autografen von und an Stenner, Korrespondenz von dessen Familie und Umfeld, dokumentarische Fotografien, Rezensionen und Kataloge sowie Presseartikel. Außerdem sind frühe Zeichnungen und Aquarelle Bestandteil des Archivs.

Das Archiv wurde ermöglicht durch drei großzügige Schenkungen:

• Prof. Dr. Hermann-Josef Bunte, Kunstsammler und Rechtswissenschaftler, hat an die Kunsthalle Bielefeld aus seinem Eigentum Tage- und Skizzenbücher von Hermann Stenner, Autografen von und an den Künstler, Korrespondenz von dessen Familie und Umfeld, sowie Presseartikel, dokumentarische Fotografien, Rezensionen und Kataloge übertragen.

• Götz Keitel, Nachfahre des Künstlers Hermann Stenner, schenkte der Kunsthalle Bielefeld frühe Zeichnungen und Aquarelle.

• Der Freundeskreis Hermann Stenner e. V. brachte die bislang in seinem Eigentum befindlichen Briefe Hermann Stenners von 1909 bis 1914 in das Archiv der Kunsthalle Bielefeld ein.

Das Archiv befindet sich derzeit noch im Aufbau. Anfragen stellen Sie bitte an

Dr. Henrike Mund
Sammlungsleitung

Sophie Hackländer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
stenner-archiv@kunsthalle-bielefeld.de

Hermann Stenner
Hermann Stenner (1891-1914) gehört zu den bedeutenden Künstlern der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts. In Bielefeld geboren und im Ersten Weltkrieg früh gestorben, hat Stenner in seiner kurzen Schaffenszeit eine erstaunliche Werkentwicklung durchlaufen, die vom späten Impressionismus über einen starkfarbigen Expressionismus bis zu abstrahierenden Tendenzen reicht. Nach dem Besuch der privaten Zeichenschule von Heinrich Knirr in München und einem Kurs in Freilichtmalerei bei Hans von Hayek in Dachau ging Stenner 1910 an die Stuttgarter Kunstakademie und wurde Teil der Mal- und Komponierklasse des progressiven Adolf Hölzel. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen teil und erhielt von Hölzel zusammen mit seinen Studienfreunden Oskar Schlemmer und Willi Baumeister den Auftrag zur Ausführung von Wandmalereien für die Deutsche Werkbund-Ausstellung 1914 in Köln. Sein bislang bekanntes Werk umfasst etwa 300 Gemälde und 1.700 Papierarbeiten.