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Dan Flavin
Zeichnen
16 12 12
03 03 13

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Presse-Vorbesichtigung: Do, 13 12 12 / 11.30 h
Ausstellungseröffnung: So, 16 12 12 / 11.30 h
Isabelle Dervaux, die die Ausstellung in New York kuratierte, ist anwesend.

Dan Flavin (1933–1996) kommt, wie Tony Smith, dem die Kunsthalle Bielefeld im Herbst 2012 anlässlich seines 100. Geburtstages eine Retrospektive widmete, aus der Tradition des abstrakten Expressionismus. Bekannt ist er jedoch für seine ab 1963 entstandenen Skulpturen aus Leuchtstoffröhren. Flavin benutzte die Farbe nicht mehr als Malmaterial, sondern setzte sie als geradezu immateriellen Werkstoff ein. Die aus weißen und farbigen Leuchtstoff-röhren zusammengesetzten Lichtinstallationen sind in den bedeutendsten Museen der Welt vertreten. Erstmals seit langem werden nun Zeichnungen aus Flavins Nachlass für eine umfassende Ausstellung zur Verfügung gestellt, die seine Verwurzelung in der Malerei belegen. Von einer frühen Studie nach einer Rembrandt-Zeichnung über abstrakt-expressive Schrift-Bilder und Konstruktionszeichnungen seiner Installationen spannt sich der Bogen hin zu beinahe unbekannten Skizzen von Landschaften, Segelbooten und karikaturhaft anmutenden Porträtskizzen. Flavins Arbeiten werden um ein Konvolut von Zeichnungen anderer Künstler (darunter Hans Arp, Piet Mondrian und Donald Judd) ergänzt, die aus der Sammlung des Künstlers stammen. Hinzu kommen Zeichnungen der Hudson River School, die Flavin für die Dia Art Foundation erworben hatte. Sie machen die enge Bindung des Künstlers an die Tradition bis zurück in das 19. Jahrhundert bewusst. Diese seit 1974 erste monografische Zeichnungsausstellung von Dan Flavin wurde von der Morgan Library & Museum, New York, vorbereitet und dort in erster Station gezeigt. Diese Ausstellung rarer Zeichnungen, Skizzen und Notate wird um Lichtskulpturen Flavins ergänzt, die die offene Struktur des Kunsthallengebäudes von Philip Johnson zum Leuchten bringen und auf die architektonische Situation abgestimmt sind. So nehmen «untitled (for Philip Johnson)», 1964, oder «for Donald Judd, colorist», 1987, Bezug auf die Avantgarde der 1960er-Jahre, die von New York aus die Welt eroberte.
Zur Ausstellung erscheint der Katalog Dan Flavin: Zeichnen; Katalogbuch zur Ausstellung in New York, Morgan Library & Museum, und in der Kunsthalle Bielefeld. Hg. von Isabelle Dervaux und Friedrich Meschede. Museumspreis: 28.90 Euro; Buchhandelsausgabe: 39.90 Euro.
Die Ausstellung wird von der Stiftung der Sparkasse Bielefeld gefördert.
Die Installation der Lichtskulpturen wurde durch die Staff Stiftung Lemgo ermöglicht.

Weitere Informationen:
Christiane Heuwinkel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
heuwinkel@kunsthalle-bielefeld.de, t +49 (0)521 3299950-17

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